Vorojakland

HI-Virus, auf kosten die Kinder

42 Millionen Menschen leben weltweit mit dem HI-Virus, 29,4 Millionen davon in Afrika südlich der Sahara, von ihnen sind drei Millionen Kinder unter 15 Jahren. Am schlimmsten siedet die Krankheit im südlichen Afrika: 15 Millionen Menschen sind mit den Virus infiziert, allein im Jahr 2002 starben 1,1 Millionen Menschen. In Simbabwe sind ein Drittel aller Erwachsenen infiziert

Durchschnittlich werden in Entwicklungsländern etwa zwei Prozent aller Kinder Waisen – heute sind es auf Grund von AIDS in einigen Ländern zehn Prozent der Kinder.

Stiftungen machen auf den Zusammenhang der AIDS-Krise mit der Hungerkrise im südlichen Afrika aufmerksam: »AIDS verringert die Möglichkeit eines Haushaltes, Nahrungsmittel für sich und für den Markt zu produzieren, es verringert den Besitz und erschöpft die sozialen Sicherheitsnetze.

Kinder und Jugendliche, die einen oder beide Elternteile verlieren, sind extrem gefährdet, missbraucht und ausgebeutet zu werden.

Bereits wenn ein Elternteil erkrankt, müssen Kinder mitarbeiten, um Verdienstausfälle auszugleichen oder die Kosten für Ärzte und Medikamente zu zahlen. Oft können Familien das Schulgeld nicht mehr aufbringen und Kinder müssen die Schule abbrechen.

Schulen werden geschlossen, Unterricht fällt aus: Lehrer gehören im südlichen Afrika zu der Berufsgruppe, die am stärksten mit dem Virus infiziert ist.

Stirbt ein Elternteil oder beide Elternteile, besteht die Gefahr, dass Verwandte oder Nachbarn den Kindern ihre wenigen Habseligkeiten oder Land wegnehmen.

In solche Familienverhältnisse verlassen ältere Geschwister die Schule und arbeiten. Weil sie schutzlos und auf jeden Verdienst angewiesen sind, können Arbeitgeber oder Kunden sie betrügen.

Mädchen und Jungen prostituieren sich, weil es keine andere Möglichkeit gibt, Geld zu verdienen, oder weil Erwachsene sie zwingen – und infizieren sich so selbst mit dem HI-Virus. Ein Teufelskreis, denn diese Kinder nie in der Lage sind sich davon zu befreien.

Leben und Schlafen auf der Straße – für Millionen Kinder ist die tägliche Realität. Drogen und Gewalt gehören zu ihrem Alltag. Um dem Schicksal der Straße zu entkommen.

Millionen Kinder müssen auf dieser Welt arbeiten, um zu überleben. Oft schuften Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen.

Nina

02.08.05

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